3x1W oder 1x3W LED–Was ist besser?

Manchmal steht der Verbraucher vor der Entscheidung einen LED-Strahler z.B. mit 3 LEDs und einer Gesamtleistung von ca. 3W zu kaufen. Alternativ gibt es LED-Strahler mit nur einer LED aber eben auch 3 W Gesamtleistung.

Auch findet man LED-Lampen mit z.B. 6W bestehend aus 3 LEDs bzw. 6 LEDs.

Es leuchtet ein, dass eine Leistungsverteilung auf mehrere LEDs effizienter ist.

Die LEDs können mit kleinerem Strom arbeiten und dies hat mehrere Vorteile:

  • Höhere Lichtausbeute und Effizienz. Verdoppelt man den Arbeitsstrom z.B. von 350mA auf 700mA, so erhöht sich die abgestrahlte Lichtleistung nur um ca. 1,6 – 1,8 fach.
  • Der Temperaturunterschied zwischen LED-Anschluss-Pin und dem eigentlichen LED-Material (Junction) ist eine Konstante: z.B. 7°C je Watt.
    Wird die Leistung einer LED von 1 Watt auf z.B. 3 Watt erhöht, so erhöht sich auch die Betriebstemperatur des LED-Materials um weitere 2 x 7°C, also 21°C Differenz statt 7°C.
    Als Faustformel gilt: je 10°C Erhöhung, Halbierung der Lebensdauer.

Da LEDs noch sehr teuer sind, greifen low-cost-Hersteller auf diese Kompromiss-Lösung zu.

Fazit:

Je mehr Power-LEDs für gleiche Lichtleistung, desto effizienter und länger ist die Lebensdauer.

Wer billig kauft, kauft zweimal.

Zu beachten gilt, dass es inzwischen auch sog. Multi-Chip-LED-Module gibt. Hier sind mehrere LEDs auf engstem Raum zu einer quasi „Super-LED“ zusammengeschalten.

Diese neue Technik setzt hohe Anforderungen an das Wärmemanagement, da die entstehende Wärme auf engstem Raum abgeleitet werden muss.

Suchen Sie technisch optimierte Produkte nach dem „Stand der Technik“, so schauen Sie doch mal in diesem LED-Shop vorbei.

3 comments for “3x1W oder 1x3W LED–Was ist besser?

  1. MaBo
    7. Oktober 2011 at 12:15

    Hallo,,
    anstatt: „um weitere 2 x 7°C, also 21°C Differenz“
    müsste es heißen: „um weitere 3 x 7°C, also 21°C Differenz“

    Weiter werden Temperatur-Differenzen nicht in °C sondern in K (Kelvin) angegeben.

    MfG

    • 8. Oktober 2011 at 19:17

      Hallo Markus,
      vielen Dank fürs aufmerksame Lesen. Es ist jedoch schon richtig beschrieben. 7°C Differenz besteht bei 1 W. Um weitere 2 x 7°C wird bei 3 W-Betrieb erhöht. Result: 3 x 7°C = 21°C Temperatur Differenz.
      Und ja du hast Recht. Meist wird die Differenz von Temperaturen in Kelvin angegeben. Da diese Einheit auch bei der Farbtemperatur eine Absolut-Einheit ist, wollte ich nicht verwirren und hab es bei den Celsius-Angaben gelassen.
      Otto-Normal sagt ja auch: „Gestern war es 10 Grad wärmer“. Danke für den Hinweis.

  2. Magnus
    4. Oktober 2012 at 16:17

    Hallo,

    prinzipiell muss ich Ihnen Recht geben,daß es zumindest aus Sicht der Effizienz Sinn macht den gewünschten Lichstrom mit mehreren LEDs zu erreichen. Dies verteilt auch die auftretende und abzuführende Wärme besser auf das Übergangsmaterial. Wenn man aber Ein-Chip LEDs, ein phosphorbeschichteter Die in einem Gehäuse, und die genannten „Multi-Chip“ LEDs betrachtet, sind die klassischen „Multi-Chip“ Emitter nichts anderes als mehrere LED-Dies mit jewils eigener Phosphorbeschichtung in einem Package, man hat also in beiden Fällen mehrere Punktlichtquellen (entweder auf mehrere Gehäuse verteilt oder in mehreren Gehäusen) und generiert damit Mehrfachschatten. Das ist meines Erachtens nach Geschmacks- bzw. Gewöhnungssache, aus der Natur kennen wir derartiges jedoch nicht. Da tendiere ich persönlich eher zu einem COB/Array, da bei diesen bauartbedingt (leider nicht bei Allen Produkten) das Problem der Mehrfachschatten nicht auftritt und über die größere Fläche die entstehende Wärme auch besser abgeführt werden kann.

    VG,
    M.

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